Tarifeinigung in der Ernährungswirtschaft: Schwarz Produktion schließt neuen Entgelttarifvertrag für Sachsen-Anhalt und Thüringen ab

Weißenfels, 16. Juli 2026

  • Stufenweise und vollständige Angleichung an das Tarifgebiet Niedersachsen vereinbart.
  • Laufzeit von rund fünfeinhalb Jahren bringt Planungssicherheit für Beschäftigte und Standorte.
  • Investitionen von über 300 Millionen Euro in der Region werden verlässlich fortgeführt.

In der gestrigen sechsten Verhandlungsrunde haben sich die Schwarz Produktion und die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) erfolgreich auf einen neuen Entgelttarifvertrag für ihre Werke im Tarifgebiet Ernährungswirtschaft Sachsen-Anhalt geeinigt. Die Schwarz Produktion hat mit ihren Unternehmen damit als erstes Mitglied der regionalen Tarifgemeinschaft den Abschluss vollzogen und setzt ein klares Signal für die Zukunftsfähigkeit ihrer Standorte in Sachsen-Anhalt und Thüringen.

Schrittweise Vollangleichung und langfristige Stabilität

Im Zentrum des neuen Vertrages steht die schrittweise und vollständige Angleichung der Tarifentgelte an das Niveau der Obst-, Gemüse- und Mineralbrunnenindustrie in Niedersachsen. Der neue Tarifvertrag gilt rückwirkend ab dem 1. Januar 2026 und läuft bis mindestens zum 31. Dezember 2031. Die endgültige Gesamtlaufzeit wird sich am noch ausstehenden Abschluss für den Flächentarifvertrag des Tarifgebiets ausrichten. Diese langfristige Laufzeit von rund fünfeinhalb Jahren garantiert sowohl den Beschäftigten als auch den Unternehmen der Schwarz Produktion hohe Planungssicherheit.

„Wir haben von Anfang an betont, dass für uns nicht das Ob einer vollständigen Tarifangleichung zur Debatte steht, sondern nur das Wann und das Wie“, erklärt Jörg Aldenkott, Vorstandsvorsitzender der Schwarz Produktion. „Wir haben im Vorfeld deutlich aufgezeigt, dass eine vollständige Angleichung innerhalb von nur drei Jahren wirtschaftlich nicht leistbar gewesen wäre. Der nun vereinbarte Zeitraum von fünfeinhalb Jahren stellt einen tragfähigen Kompromiss für beide Seiten dar. Er gibt unseren Beschäftigten eine klare, attraktive Perspektive und stellt gleichzeitig sicher, dass wir die Wettbewerbsfähigkeit unserer regionalen Werke erhalten. Dieser Abschluss ist aber auch ein finanzieller Kraftakt. Wir werden ihn meistern, indem wir an unseren Standorten weiterhin konsequent auf effiziente Prozesse und hohe Produktivität setzen.”

Tarifeinigung im Überblick

Die Einigung sieht für 2026 zwei Erhöhungsschritte vor: +3,5 Prozent im Juli, inklusive einer Einmalzahlung als Erholungsbeihilfe für die Leermonate, und +2,25 Prozent im Dezember. In den Folgejahren bis 2030 werden die Tarifsteigerungen aus Niedersachsen übernommen und zusätzlich um jährlich 2 Prozent aufgestockt, bis zum 1. Juli 2031 die vollständige Angleichung im Eckentgelt erreicht ist.

Sichere Arbeitsplätze und verlässliche Kostenbasis für Millionen-Investitionen

Als krisensicherer Arbeitgeber bietet die Schwarz Produktion rund 1.700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Sachsen-Anhalt und Thüringen – unter anderem bei der Bonback in Halle, den MEG-Werken in Jessen, Leißling und Roßbach sowie der Bon Pasta in Erfurt – auch in einem wirtschaftlich herausfordernden Umfeld eine hohe Arbeitsplatzsicherheit. Die lange Laufzeit des Tarifvertrages bildet das Fundament, um weitreichende regionale Investitionen abzusichern.
So fließen aktuell über 300 Millionen Euro in den massiven Ausbau des Backwarenwerks Bonback in Halle (Saale), wodurch rund 400 neue, tarifgebundene Arbeitsplätze entstehen. Weitere 17 Millionen Euro wurden kürzlich in eine hochmoderne Abfüllanlage bei der MEG Jessen investiert, um den Standort technologisch an der Spitze zu halten.

Weitere Informationen zur Schwarz Produktion finden Sie hier.

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